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enn Santiago der Kopf Chiles ist, dann ist Valparaíso zweifellos sein zersaustes, poetisches Herz. Die Stadt schmiegt sich an über vierzig Hügel (Cerros), die steil ins Meer abfallen.Jedes Haus ist in einer anderen Farbe gestrichen – gelb, kobaltblau, rostrot, türkis –, verkleidet mit Wellblech, das dem salzigen Seegang seit Generationen trotzt.
“Valparaíso, wie absurd du bist… du hast deine Haare nicht gekämmt, du hattest nie Zeit, dich anzuziehen, das Leben hat dich immer überrascht.” — Pablo Neruda
Wir verbrachten den Nachmittag damit, einfach den steilen Steintreppen zu folgen. Hinter jeder Ecke öffnet sich ein neues Wandgemälde, ein schlafender Straßenhund im Schatten oder der plötzliche, atemberaubende Blick auf das offene Meer.

